Lebenskraft und Orientierung im Spiegel der Natur
Die Visionssuche ist ein altes Initiations- und Übergangsritual, das Menschen in Wachstums- und Veränderungsprozessen unterstützt. Unserer Kultur ist der Sinn für solche Reifungsprozesse abhanden gekommen, während sie uns gleichzeitig mit immer schnellerem Wandel herausfordert.
Die Visionssuche ist ein ritueller Raum, in den wir unsere Lebensfragen hineintragen: die Suche nach dem Sinn des eigenen Daseins, nach der innersten persönlichen Eigenart, nach Neuorientierung, nach unserem Geschenk für die Gemeinschaft der lebendigen Wesen, nach Halt und Perspektive angesichts der großen Krisen der heutigen Zeit, …
Mit der Absicht, Hilfe für unser Anliegen zu finden, begeben wir uns für die Kernzeit des Rituals in die Natur, aus der wir kommen von der wir ein Teil sind. Dabei helfen uns drei Tabus, die Ernsthaftigkeit unserer Absicht zu unterstreichen und tief in die Unmittelbarkeit des Seins einzutauchen:
- Fasten (Modifikationen aus gesundheitlichen Gründen möglich!)
- keine Wände zwischen mir und der Natur (eine Minimalausrüstung sorgt für Wärme, Trockenheit und gesundheitliche Unversehrtheit)
- Alleinsein – kein Kontakt zu anderen Menschen (dafür aber zu Bäumen, Tieren, Steinen, Ahn!nnen, … UND sich selbst)

Diese drei Herausforderungen werden wir in der Vorbereitung mit jeder Frau auf das für sie stimmige Maß justieren. So können sie die Magie dieser besonderen Schwellenzeit unterstützen, die uns genau das zur Verfügung stellt, was wir in diesem Moment brauchen, um noch mehr in unser wahrhaftiges Sein zu wachsen.
Wenn Du neurodivers bist oder nicht weißt, ob Du den Herausforderungen körperlich oder gesundheitlich gewachsen bist, melde Dich gerne bei uns! Vieles ist möglich, wenn wir gemeinsam kreativ sind.
Was bringt mir eine Visionssuche?
Eine Visionssuche dient dazu, innezuhalten, sich Zeit zu nehmen für eine Neuausrichtung, Zeit zu nehmen, den Kurs des eigenen Lebens neu zu bestimmen. Manche lassen etwas da, manche nehmen etwas mit. Hinter uns lassen können wir in der Einsamkeit hinderliche Gewohnheiten und einschränkende Überzeugungen, finden lässt sich tiefgreifende, berührende Selbsterfahrung, das Gefühl, bei sich selbst anzukommen. In der Einsamkeit auf sich selbst geworfen Angst und Schwierigkeiten zu bewältigen, bedeutet, nicht nur der Natur, sondern vor allem sich selbst intensiv zu begegnen. Durch eine solche Erfahrung erschließen wir uns einen direkteren Zugang zu den uns innewohnenden Kräften und Qualitäten und lernen uns tiefer kennen. Gleichzeitig intensiviert sich unsere Beziehung zur Natur und wir können uns stärker verwurzeln. Das ermöglicht uns in der Folge, bisherige Begrenzungen hinter uns zu lassen und in eine neue Kraft und Präsenz in unserem Leben hinein zu wachsen.
Bei diesen seelischen Prozessen unterstützten die erfahrenen Übergangs-Begleiterinnen Gwendolin Altenhöfer und Ajana Holz.
Außerdem unterstützen viele Begleitende aus der nichtmenschlichen Welt: Feuer, Wald, Fluss, Tiere, Ahn!nnen, Wetter, Erde, Wind …
Frauen-Visionssuche im Schwäbisch-Fränkischen Wald
13. -23. August 2025
Ort:
Das Seminar findet im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald statt.
Wir bieten die Visionssuche bewusst in Deutschland an, um eine tiefere Verbindung mit der Natur und dem Erdboden unsere täglichen Lebens zu kultivieren. Auch unseren „inneren Boden“ kultivieren wir und verbinden uns mit den abgeschnittenen Wurzeln unserer indigenen europäischen Tradition um eine neue, erdverbundene Spiritualität wachsen zu lassen, die im Herzen wurzelt.
Wir wohnen außerhalb des Dorfes in Haus Drachin, einem alten Haus mit der traditionellen Holzverkleidung der Region in Einzel- und Doppelzimmern und wunderbarer Aussicht auf das Landschaftsschutzgebiet im Tal der Rot. Der Garten mit alten Obstbäumen und Feuerstelle grenzt direkt an den Wald.
Im Tal fliesst ein Flüsschen und in der Umgebung leben viele seltene Arten wie z.B. Rotmilan, Salamander, Schwarzstorch, Gelbbauchunken, Uhu und Mittelspecht. Haus Drachin ist ein Frauenort, der uns unterstützt, die ganze Bandbreite und Fülle zu feiern, in der Frauen auf dieser Erde sind und sich ausdrücken – jenseits polarisierter Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Für die 3 Tage Schwellenzeit werden wir ein Basislager im Wald haben, in dem die Begleiterinnen jederzeit erreichbar sind, und von dem aus jede Teilnehmerin ihren eigenen Platz findet.
Die Mahlzeiten werden aus biologischen und großteils regionalen Zutaten zubereitet und sind vegetarisch (bei Bedarf vegan). Die Verpflegung unterstützt auf vielen Ebenen den Prozess der Visionssuche.
Gruppengröße: 4 – 10 Teilnehmerinnen
Kosten:
Teilnahmebeitrag: Richtwert 1.100,- Euro. Du kannst eine Ermäßigung in Anspruch nehmen, wenn der Richtwert für Dich nicht machbar ist und entsprechend weniger zahlen – Minimum ist 690,- Euro
Wenn Dir ausreichend Geld zur Verfügung steht, zahle gerne bis zu 1.500,- Euro! Damit ermöglichst Du die Teilnahme für Frauen, für die der Richtwert – oder vielleicht sogar das Minimum – zu hoch ist.
Unterkunft im Einzel- oder Doppelzimmer in Haus Drachin mit Bio-Lebensmitteln voraussichtlich ca. 500 €
Weitere Kosten: Zusätzliche Kosten für die Anreise + Kosten für ein Bekräftigtungstreffen nach einem Jahr.
Die Anmeldeunterlagen können angefordert werden unter:
altenhoefer (ÄTT) gmx (PUNKT) de
Bei Schwierigkeiten, das Minimum aufzubringen: bitte die Seminarleitung ansprechen!
Du hast nach dem Lesen der Unterlagen weitere Fragen, bist unsicher ob Du Dich der Visionssuche gewachsen fühlst, oder möchtest einen ersten persönlichen Eindruck bekommen? Schreibe eine Mail oder rufe Gwendolin an unter 0049 (0)7903-9439916
